Laserschutzbrillen: 6 Dinge, die Du wissen musst!

Die Erfindung der Laserstrahlen hat das Baugewerbe revolutioniert. Auch Heimwerker profitieren von den handlichen Geräten zum Ausrichten. Doch das gebündelte Licht birgt auch eine Gefahr für unsere Augen. Weshalb sich der Einsatz einer Laserschutzbrille empfiehlt.

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In unserem Ratgeber erfährst Du alles was Du über Laserschutzbrillen wissen solltest | © Fokussiert – Fotolia.com

In unserem Ratgeber geht es darum, welche unterschiedlichen Laserbrillen Sie kaufen können. Wie funktioniert sie überhaupt? Was sollte man über die Schutzstufen wissen? In wenigen Minuten sollen Sie alles wissen, um die passende Laserschutzbrille kaufen zu können.



Wie funktioniert eine Laserschutzbrille?

Wie der Name es schon suggeriert, soll sie die Augen vor den starken Laserstrahlen schützen. Hierfür existieren verschiedene Normen und Richtlinien. Eine davon besagt, dass bei Lasersystemen ab der Klasse 3R das Tragen einer Laserbrille zwingend erforderlich ist. Andernfalls könnte die Sehkraft schwerwiegende Schäden nehmen. Bei Kreuzlinienlasern und ähnlichen Systemen kann diese Grenze durchaus schon im privaten Anwendungsbereich überschritten werden.

Eine Laserschutzbrille sollte die Zertifizierung nach DIN EN 207 besitzen. Sie definiert den „Vollschutz“ der Augen. Wohingegen die DIN EN 208 nur Schutz bei Justierarbeiten bieten. Um diesen Standard zu gewährleisten, bedienen sich Hersteller verschiedener Filter. Diese werden als Beschichtung aufgetragen oder in die Brillengläser eingearbeitet.

Verhältnismäßig günstige Laserbrillen decken dabei nur ein gewisses Spektrum ab. Hochwertige Modelle sichern den Anwender vor allen Laserstärken, welche im Handel erhältlich sind.

Wichtig: Der Schutz muss sich nach dem zu verwendenden Laser ausrichten. Nur so kann die Laserbrille ihre Aufgabe zweckgemäß erfüllen. Sie orientieren sich dabei über die angegebene Wellenlänge in Nanometer (nm). So gibt es Modelle für 405nm, 445nm, 450nm, 650nm aber auch 10600nm.

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Unterschied zwischen Laserschutzbrille & Laserbrille

Es kommt vor, dass Hersteller beide Namen als Synonym verwenden. Hier bitte ganz genau aufpassen, denn es liegt meist ein Irrtum vor.

Laserbrille: Dient dem besseren Erkennen von Laserstrahlen. Schützt die Augen nur in den seltensten Fällen vor dem Eintreffen des Laserlichts.

Laserschutzbrille: Nach DIN EN 207 hergestellte Modelle, welche effektiv vor Laserstrahlen schützen. Nur hiermit können, die passende Brille vorausgesetzt, dauerhafte Schäden an der Netzhaut vermieden werden.


Kaufberatung: 6 Dinge, die es beim Laserbrille kaufen zu beachten gilt

Lernen Sie die wichtigsten Kriterien einer Laserschutzbrille kennen. Hinter dem einfachen Produkt steckt doch mehr, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt.

Anwendungsbereich

Noch einmal möchten wir darauf hinweisen, dass Laserbrillen nur dem leichteren Erkennen der Lichtstrahlen dienen. Bei ungünstigen Verhältnissen soll sie helfen trotzdem gut sehen und arbeiten zu können. Ggf. sollten Sie diesen Effekt mit Hilfe einer Laser-Zieltafel verstärken.

Wohingegen Sie die Laserschutzbrille vor dem Eintreffen bestimmter Wellenlängen und Lichtintensität sichert. Wählen Sie deshalb vorab genau aus, welche Brillenart notwendig ist. Im Zweifelsfall erfragen Sie dies bitte beim Hersteller Ihres Lasergeräts. Üblicher Weise warnt schon die Betriebsanleitung davor (falls nötig).

Schutzstufe

Gemäß der DIN EN 207 ergibt sich ein breites Spektrum an Schutzstufen, welche Laserbrillen abdecken können. Daher ist nicht jedes Modell für alles geeignet. Da Sie vermutlich schon mindestens ein Lasergerät besitzen, fällt die Wahl relativ einfach. Suchen Sie auf dem Typenschild oder im Handbuch nach der Wellenlänge (nm) des Produktes.

Dadurch können Sie die vielen verfügbaren Laserschutzbrillen eingrenzen. Die genannte Norm klassifiziert unter anderem nach drei Bandbreiten. Von 180nm bis 315nm, ab 315nm bis 1400nm und ab 1400nm bis 1000μm. Dazu noch die Schutzstufen LB1 bis LB10.

Dies kann für den Laien sehr verwirrend sein. Weshalb wir empfehlen rein nach den Wellenlängen des verwendeten Lasers zu gehen. Bei mehreren Modellen, kann die Anschaffung verschiedener Laserbrillen notwendig sein.

Tipp: Möchten Sie mehr dazu wissen, empfehlen wir Ihnen diesen Ratgeber von Uvex.

Filterart

Wie bereits erwähnt, verwenden Hersteller in der Praxis verschiedene Verfahren um den Schutz nach DIN EN 207 zu gewährleisten. Da gibt es unter anderem:

  • Glasfilter
  • Beschichtete Filter
  • Kunststofffilter
  • Sonderfilter (CE)

Glasfilter bestehen aus Mineralgläsern und bieten somit einen Schutz auf optischer Ebene. Kunststofffilter erhalten spezielle Absorberfarbstoffe beigemischt, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Trifft hier ein Laser ein, so absorbiert der Filter dessen Lichtenergie und wandelt sie überwiegend in Wärme um. Mineralglas und Kunststofffilter besitzen viele Vorteile. Jedoch ist nicht immer der optimale Schutz geboten. Beim Tragekomfort kommt es stark auf das Brillengestell an.

Neben den absorbierenden Laserschutzbrillen, gibt es auch beschichtete Filter (Interferenzfilter) verwendet. Je nach Anzahl und Aufbau der Schichten, wird ein bestimmtes Material „aufgedampft“. Diese Lösung lässt sich unabhängig vom Untergrund anwenden. Statt zu absorbieren, reflektiert der eintreffende Laserstrahl. Dadurch lässt sich ein hoher Schutzgrad erzielen.

Wobei eine Kombination aus absorbierendem Glasfilter und reflektierender Beschichtung das Nonplusultra darstellt. Denn dadurch lassen sich größeren Wellenlängenbereiche abdecken und die Schutzwirkung optimieren.

Ergänzend dazu können Laserbrillen auf die Kundenwünsche angepasst werden. Diese Sonderfilter benötigt man in speziellen Arbeitsumgebungen. Teilweise müssen sie mit einer Baumusterprüfbescheinigung (CE) zugelassen werden. Für den ambitionierten Heimwerker und den Einsatz von Lasermessgeräten auf der Baustelle, sind sie aber äußerst selten notwendig.

Laserart

In den meisten Fällen wird ein roter Laser vom Gerät ausgesandt. Um diesen erkennen zu können, muss die Laserbrille entsprechend dafür ausgelegt sein. In fast allen Fällen färben die Hersteller eine Brille im entsprechenden Ton ein. So gibt es auch Brillen für blaue und grüne Laser zu kaufen.

Brillengestell

Handelt es sich um ein starres Brillengestell? Eine Längenverstellbarkeit ist empfehlenswert. So können die Bügel für verschiedene Anwender angepasst werden. Oftmals erlaubt das Produkt auch ein Tragen der normalen Brille darunter.

Vereinzelt können Sie statt einem Kunststoffgestellt auch auf gummierte Variante und andere Materialien zurückgreifen. Eine Frage des Komforts, welcher sich bei längerem Tragen bemerkbar macht.

Gewicht

Wenn Sie eine Laserschutzbrille mit Mineralglas verwenden, bringt es einige Gramm mehr auf die Waage. Kunststofffilter wiegen dagegen deutlich weniger. Für ein möglichst langes und angenehmes Tragen, sollten Sie ein geringes Gewicht wählen. Natürlich nur in Verbindung mit Modellen, welche Ihnen den passenden Sichtschutz bieten.


Fazit

💡 Fazit zur Laserschutzbrille

Beim Kauf müssen Sie grundsätzlich zwischen der Laserbrille und einer Laserschutzbrille unterscheiden. Nur Letztere bietet Ihnen die Sicherheit beim Umgang mit intensiven gebündelten Lichtstrahlen. Liegt hier ein Irrtum vor, kann dies zu einer nachhaltigen Schädigung Ihrer Augen führen.

Einfache Laserbrillen sind somit für wenig Geld erhältlich. Sie müssen lediglich schauen, ob sie für rote, grüne oder blaue Laser gedacht sind. Die Ausstattung, bspw. ein justierbares Brillengestell, erhöht den Anwendungskomfort.

Wohingegen Sie bei einer Laserschutzbrille mehr beachten müssen. Bezugnehmend auf Filterart und Schutzstufe, gilt es eine präzise Wahl zu treffen. Hierbei orientieren Sie sich am Wellenlängenbereich, welchen das jeweilige Modell abdeckt. Ein Blick in die Betriebsanleitung des Lasergeräts sollte Ihnen ebenso helfen (ggf. ist ein Anruf beim Hersteller notwendig).


FAQ zur Laserschutzbrille:

Folgende Antworten zur Laserschutzbrille könnten für Ihren Kauf relevant sein:

Was bedeutet Laserschutzbrille Klasse 4?

Ab einer Leistung von 500 mW ist immer eine Laserschutzbrille Klasse 4 zu tragen. Diese Laser sind so intensiv, dass sie Materialien bearbeiten können. Sie finden bei Gravuren und Schneidarbeiten ihre Anwendung. Ein direktes Hineinsehen ohne geeignete Schutzbrille ist verboten.

Was ist eine Laserschutzbrille 3B?

In so einem Fall liegt die Leistung des Lasers zwischen 5 und 500 mW. Die Klassifizierung 3B spricht von einer immer währenden Gefahr fürs Auge. Deshalb darf nur mit einer dafür ausgelegten Laserschutzbrille gearbeitet werden.

Wie gefährlich sind Laserstrahlen?

Hierfür wurden die sogenannten „Grenzwerte zugänglicher Strahlung“ (GZS) festgelegt. Sie beziehen sich auf die typische Leistung (P) eines Laserstrahls. Klasse 1 gilt als unbedenklich und wird bspw. in Scannereinheiten von Registrierkassen eingesetzt.

Klasse 1M kann hingegen bei optische sammelnden Instrumenten eine Gefahr für die Augen bewirken. Ab Laserklasse 2 sollte nicht mehr direkt in den Lichtstrahl geschaut werden usw. Mit der steigenden Nummerierung, wächst dann auch die Leistung der Lasergeräte.

Mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Dokument auf Seite 5 der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Welche Laserschutzbrille für blaue Laser verwenden?

In aller Regel sind die Gläser der Laserschutzbrillen im gleichen Farbton gehalten. Also blaue Gläser für blaue Laser. Dasselbe gilt für grüne Laser. Neben den verschiedenen Lasermessgeräten, kommen blaue und grüne Lichtstrahlen im kosmetischen Bereich zum Einsatz.

Tipp: Um auf alles vorbereitet zu sein, können Sie ein Laserschutzbrillen Set bestellen, hier ein Beispiel bei Amazon:

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Was bei einer Laserschutzbrille für CO2-Laser beachten?

Geeignete Brillen müssen für eine Wellenlänge von 10600 nm ausgelegt sein. Der CO2-Laser arbeitet mit Kohlenstoffdioxid und einem 4-Niveau-System. Mit ihnen kann man unter anderem Materialien gravieren, schneiden und perforieren.



Laserschutzbrillen: 6 Dinge, die Du wissen musst!
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